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Geschrieben von: Honsel
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(2010, Exile On Mainstream)
Der Guru, der Großmeister, ach was: Der Gottvater des Doom Rock ist wieder da. Nach seinem Soloprojekt mit u. a. Clutchs J.P. versucht er es nun komplett alleine und (überwiegend) unverstärkt. Im Fokus steht dabei neben der erwartungsgemäß hervorragenden Gitarrenarbeit Winos eindrucksvolle Stimme, die mit dem warmen Akustikklang bestens harmoniert und gegenüber ihrem klassischen Rockumfeld sogar noch an Klasse gewinnt. Hin und wieder streut der Meister dann noch ein Solo auf der E-Gitarre ein (teilweise sogar erstaunlich rasantes Gedudel) und fertig ist eine so wunderbare wie überraschende Platte. Während die Labelinfo Scott Weinrich schon auf einer Stufe mit Johnny Cash und Neil Young sieht, muss sogar ich als bekennender Nicht-Fan der beiden aber Bedenken anmelden, ob der durchschnittliche Singer/Songwriter-Afficionado ohne Doom Rock-Hintergrund das ebenso sehen würde. Wer allerdings an den bisherigen Projekten von Wino schon immer seine Stimme und die originellen Gitarrenlicks am meisten geliebt hat, wird auch mit diesem Akustikausflug sofort warm werden.
Auf der kommenden Gastspielreise spielt der Mann übrigens in teils ziemlich interessanten Locations, u. a. einer Tropfsteinhöhle in Iserlohn im Sauerland. Dringende Empfehlung! ...mehr Infos: www.myspace.com/winoschopper |
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Geschrieben von: Honsel
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(2010, Ván Records)
Vanderbuyst ist die Hard Rock-Band des holländischen Gitarristen Willem Verbuyst, die hiermit ihr erstes Album zur Diskussion stellt. In der Regie saß dabei Willems alter Powervice-Kumpel S.L., der heutzutage bekanntlich noch deutlich traditionellere und kontroversere Musik verzapft. In den ersten Track hat der Gute dann auch gleich mal ein Paul Gilbert-mäßiges Heavy Metal-Solo reingeballert, dass einem die Dauerwelle explodiert. Ansonsten regiert erstmal sehr klassischer 80s-Hard Rock mit leichter Metal-Schlagseite, der in den ersten beiden Nummern definitiv für aufgestellte Lauscher sorgt. Auch das folgende „New Orleans“ (laut Bandinfo „a party rocker with a gloomy feel towards the end”…) geht noch als gelungen durch, bevor die beiden infantilen Haarsprayrocker „Traci Lords“ (uff) und „Stealing Your Thunder“ (ächz) volle Möhre abkacken. Diese Fremdschäm-Orgien mögen vielleicht als Partygag im Freundeskreis der Band funktionieren, auf Platte sorgen sie lediglich für einen getrübten Gesamteindruck. Danach geht es nämlich mit einer fast zwölfminütigen Live In The Studio-Version von Ufos „Rock Bottom“ und der extrem großartigen Eigenkomposition „From Pillar To Post“ wieder in die Vollen. Hätten Willem und seine Jungs also die Titel drei bis fünf einfach weggelassen und eine EP mit den restlichen Ergüssen produziert, würde ich total begeistert im Sechseck hüpfen. So bleibt ein etwas zwiespältiger Eindruck und die Hoffnung auf kommende Großtaten. ...mehr Infos: www.myspace.com/vanderbuyst |
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Burden "A Hole In The Shell" |
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Geschrieben von: Honsel
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(2010, Ván Records)
Kaum habe ich die EP der deutschen Louisiana-Fans Burden besprochen, da flattert auch schon das fertige Scheibchen ins Haus. Und im Prinzip könnte ich jetzt einfach auf die Ausführungen zu diesem Appetizer verweisen, denn auch über die volle Albumdistanz glänzen die Burschen mit ausgereiftem Songwriting, tief empfundenem Schmerz und viel Whiskey in den Gliedern. Allerdings steckt ein Hammersong wie „Done With Denial“ die ebenfalls auf dem Album enthaltenen, leicht veränderten EP-Tracks locker in die Tasche und mit „About The Veil And The Wound“, sowie „Process (Into Nothing)“ geht es auch mal in eine etwas kontemplativere, atmosphärische Richtung – eine gelungene Abwechslung, die der Platte überaus gut tut! Um es kurz zu machen: Wer auf Down und die sonstigen Bands und Projekte der Herren Windstein/Keenan/Anselmo abfährt, der wird mit Burden zu einhundert Prozent auf das Kompetenteste bedient! ...mehr Infos: www.myspace.com/listentoburden |
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Count Raven/Griftegård - Split 7" |
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Geschrieben von: Honsel
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(2010, Ván Records - 7" Split)
Yeah, eine Vinyl-Split von zwei der besten klassischen Doombands unserer Tage. Wenn das mal nichts ist! Count Raven schicken eine Nummer mit dem Titel „Wolfmoon“ ins Rennen, die noch aus den Aufnahmesessions zum letzten Album „Mammon’s War“ stammt und haargenau das bietet, was man von den Altmeistern in diesem Zusammenhang erwartet: Der Track rockt wie die Sucht, transportiert das typisch melancholische, aber latent blumige Count Raven-Flair und glänzt mit dem starken Gesang eines bestens aufgelegten „Fodde“ Fondelius. Die Senkrechtstarter Griftegård sind dagegen extra nochmals ins Studio gewankt, um den Kriecher „Wedded To Grief“ einzuschleichen. Auch hier gibt es keine großen Überraschungen, sondern es wird mit größtmöglicher Seelenpein gedoomt, bis der Arzt kommt.
Die EP gibt es in einer herkömmlichen Version zum günstigen Schnupperpreis oder als Deluxe-Ausgabe für den stilbewussten Vinylfetischisten von heute als dreitüriges Gatefold inkl. CD und bedruckten Innentaschen im matt schwarzen Karton mit Silberdruck und – festhalten! – Wachsversiegelung. Ich werde mal wieder verrückt! ...mehr Infos: www.myspace.com/countraventheband www.myspace.com/griftegrd |
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Geschrieben von: Honsel
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(2010, Rise Above)
Witchsorrow ist zunächst mal ein geiler Name für eine Doom-Band. Da weiß Jeder gleich was Sache ist. Genau wie bei einem Blick auf die Songtitel: „The Agony“, „The Trial Of Elizabeth Clarke“, „Gomorrah“, „Thou Art Cursed“ und „Impaler Tepes“. Noch Fragen? Die Briten sind auf sehr traditionellen Pfaden unterwegs, musizieren aber packend und mit dem nötigen Tiefgang und Feeling um auch altgediente Doomköpfe noch anzusprechen. So sind sie dann wahrscheinlich auch bei Lee Dorrian gelandet, der hiermit wieder einmal Gespür und Geschmack beweist. Das Tempo halten die Herrschaften kategorisch niedrig, Gegrunze ist tabu, ebenso wie alles, was auch nur ansatzweise gute Laune verbreitet. Ich werfe zum Anschluss einfach noch mal ein paar Namen in die Runde, die Zielgruppe weiß aber sowieso Bescheid: Saint Vitus, Penance, Griftegård, early Cathedral usw. ...mehr Infos: www.myspace.com/witchsorrowdoom |
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