Stoned From The Underground 2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Honsel   

09. & 10.07.2010 Erfurt, Alperstedter See

Endlich ist es wieder so weit: Es ist Donnerstag Mittag, die Sonne brennt vom Himmel und Deutschlands prestigeträchtigstes Festival für alle Stoner-, Doom- und Psychedelic-Nerds steht vor der Tür. Ein Festival, das nicht nur musikalisch kompromisslos seinen Weg geht, sondern auch in Sachen Wetterlage neuerdings vom einen ins andere Extrem wechselt: Während die Besucher 2009 drei Tage lang praktisch ununterbrochen durch sintflutartige Regenfälle platschten, steht 2010 bei Temperaturen von bis zu 38 Grad im wahrsten Sinne des Wortes „Desert Rock“ auf dem Programm. Da ist es ein Segen, dass das Gelände direkt an einem Badesee liegt, in dem große Teile der Besucherschaft, wie Flusspferde auf den Einbruch der Dämmerung wartend, große Teile des Wochenendes verbringen. Kein Segen sind dagegen die Besatzungen an den Getränkeausgaben, die fast ausschließlich Schaum zapfen und zwischen langem Maulaffenfeilhalten nur im Schildkrötentempo zusammengepanschte und oft abgestandene Gerstenbrühe (Bier möchte man das kaum nennen) ausschenken. Auf besser organisiertes Personal und richtig eingestellte Zapfanlagen sollte im nächsten Jahr unbedingt Wert gelegt werden, um die an den schwer belagerten Getränkeständen immer wieder aufkommende Missstimmung zu vermeiden!

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Blue Soul Festival PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Honsel   

09. & 10.04.2010, Cairo/Würzburg

Investigativer Journalismus auf höchstem Niveau: Der Gärtner ist immer der Mörder und wenn Jemand wirklich intime Einblicke hinter die Kulissen bekommt, dann ist es wohl das Küchenpersonal. Also scheute ich weder Kosten noch Risiken, schonte auch die eigene Gesundheit nicht und schlich mich als Koch auf das Blue Soul Festival in Würzburg ein. Lesen Sie weltexklusiv meinen erschütternden Bericht!

An den Feuerstellen des Showbusiness beginnt der Tag früh. Mitternacht liegt kaum neun Stunden zurück, der Großteil der Republik liegt noch satt und zufrieden, der Mühen des Werklohnsklaven ledig, zwischen weichen Daunen, da binde ich mir bereits die Schürze um und wuchte mit schmerzenden Gelenken Töpfe von der Größe eines Pershing-Gefechtskopfs auf die heißen Platten einer kalt durchkalkulierten Kommerzveranstaltung. „Underground“? Nur ein den Verkauf anheizendes Label bei einer Kapazität von geschätzten 180 Besuchern und einigen der größten Namen der internationalen Rockmusikszene. Den ganzen Tag waten wir durch Kartoffelschalen, rühren mit wunden Händen in den ihrem traurigen Ende zugeführten Produkten mechanisierter Massentierhaltung und der Discounter-günstigen Überproduktion eines quasi-faschistischen europäischen Wirtschaftsraumes.

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Roadburn 2010: Tag 3 - Let it Burn! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Florian   

Ahkmed

Oha! Der Samstag geht komisch los. Der Blues hat mich voll im Griff! Und das auf einem Festival!! Und bei feinstem Sonnenschein!!! Was ist los, zuviel Bohren gestern? Würde mich nicht wundern... Um den Kollegen nicht auf den Sack zu gehen, entschließe ich mich nach einer kalten Dusche kurzerhand dazu, schon mal alleine vorzufahren, damit man sich später bei Astra treffen kann. Das Alleinesein nutze ich erst mal, um meine arg ramponierte Sonnenbrille beim Optiker in der Fußgängerzone reparieren zu lassen. Die musste nämlich gestern noch übler leiden, als ich bei Bohren und dem Club of Gore. Aber genug davon. Auf dem Weg zum Optiker stolpere ich zufällig über die Jungs von Karma to Burn, die sich echt freuen, mich zu sehen, und eröffnen mir stolz, dass man heute wegen der Vulkangeschichte noch mal im Green Room auftreten werde. Ich verspreche natürlich, aufzutauchen und trotz gefühlter 300 gesehener Gigs dieser Band, freue ich mich riesig auf heute Abend. Bis später dann!

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Roadburn 2010: Tag 2 - The Action is Go PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Florian   

Church of Misery

Reichlich steif recke ich meine verfrorenen Glieder in der Morgensonne nach einer kurzen, unerholsamen Nacht bei geschätzten Minus 5 Grad auf dem Campingplatz. Eine Tasse Instantkaffee und eine Banane müssen als Frühstück genügen, denn an so etwas wie Nahrungsmittel habe ich irgendwie vergessen zu denken. Das wird mir noch übel aufstoßen, und zwar zwei Tage später, nachdem mein Körper einfach genug von den niederländischen Leckereien wie Kroket oder Frikandel mit Bier hat. Uärgs!

Nach dem gestrigen Marathon heißt es, den Tag so easy wie möglich angehen zu lassen und so gönnen wir uns schön Kaffee und Kuchen in der von der Mittagssonne beschienenen Tilburger Fußgängerzone, bevor es Punkt 16:00 Uhr ins Midi Theater geht, wo Church of Misery den heutigen Reigen eröffnen. Die Japaner nutzen ca. eine Stunde Spielzeit für ihren bizarren Massenmörder-Stoner und machen richtig Spaß. Mit dem Textkonzept kann ich zwar gar nix anfangen, dafür aber umso mehr mit ihrem dröhnenden Sound, mit dem sie zu jeder Sekunde den alten Black Sabbath huldigen. Fett.

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Roadburn 2010: Tag 1 - No sleep in Tilburg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Florian   

NEDERLANDSE STONERWEEKEND MET LEKKER KROKETJE, BIER EN BUD – ein kosmischer Zirkus in Holland

Was für ein Marathon. 3 Tage, fast 65 hochkarätige und vielversprechende Bands, eine ganze Stadt im Stoner-Ausnahmezustand. Und ein Vulkan, der unerwartet vielen Menschen an diesem Wochenende einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht hat. So lässt sich die 15. Edition des Traditionsfestivals in knapp 30 Wörtern schildern. Doch soll hier für unsere Leser einmal etwas weiter ausgeholt werden, und ein Wochenende Mitte April en Detail ausgeleuchtet werden. OK, was solch große Veranstaltung leider an sich haben, ist, dass man immer nur einen Bruchteil des tatsächlich gebotenen zu Ohren bekommt. Also sei an dieser Stelle einmal mehr auf Mut zur Lücke hingewiesen. Ich hoffe natürlich, dass ich für euch die wichtigsten Sachen heraus gepickt habe und entschuldige mich bei allen anderen für das Fehlen manch einer Band.

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