Asteroid Interview PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Honsel   

Lange geplant und oft verschoben haben wir es nun doch noch geschafft, ASTEROID kurz vor Veröffentlichung ihres zweiten Albums „II“ (richtig, nomen est omen…) vors Mikro zu zerren. Neben Graveyard, Mangrove, Horisont und den kürzlich (vorerst?) verblichenen Witchcraft (um nur einige wenige Namen zu nennen) zählen ASTEROID zu den interessantesten Vertretern der zeitgenössischen schwedischen 70er-/Retro-Rock Bewegung. Neben knusprigen Anekdoten gewährten uns die Burschen auch Einblicke in ihre Arbeitsweise und Lebenseinstellung. Nicht einmal die Mühe einer Übersetzung hat sich Dr. Honsel aka Dr. Heisenegger aka Dr. Lachs erspart. Wie wir uns alle beim heiteren, gegenseitigen Auf-die-Schulter-klopfen auf Englisch einen abbrechen, könnt Ihr bei Interesse aber auch weiter unten ungeschönt nachlesen.


For english version see below.

Hi Jungs! Es ist schon eine Weile her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben (auf dem SFTU 2008, wenn mich nicht alles täuscht). Also erzählt mal, wie es Euch seitdem ergangen ist!

Johannes: Hallo Dr. Lachs. Ja, das ist in der Tat schon ein bisschen her. Es war aber wirklich ziemlich cool beim SFTU... glaube ich zumindest. Du weißt ja, was passiert, wenn man Schweden auf Alkohol zu deutschen Preisen und in deutscher Qualität loslässt. Oder zumindest weißt Du, was passiert, wenn man uns Schweden auf Alkohol und das „Immerhin“ (Würzburger Rock-Club in dem meine Wenigkeit organisatorisch tätig ist - Honsel) loslässt. Wie auch immer, seitdem haben wir viel Arbeit in das kommende Album, in das Schreiben neuer Songs, die Aufnahmen usw. gesteckt und waren mit mehr Hingabe dabei als jemals zuvor. Dabei war uns diesmal die Seele der Musik deutlich wichtiger als die Produktion. Das ist wohl eine natürliche Entwicklung, wenn man einen Drummer wie Elvis hat. Außerdem war die Atmosphäre bei den Aufnahmen sehr kreativ, weil wir mitten im Nirgendwo tief in den schwedischen Wäldern saßen, während unablässig der Sturm an den Fensterläden rüttelte. Insgesamt sind wir mehr als zufrieden mit dem Ergebnis.

Außerdem sind wir ganz regulär getourt, haben einige Shows in Skandinavien und hauptsächlich welche in Deutschland und den angrenzenden Ländern gespielt. Wir müssen wohl der Tatsache ins Gesicht sehen, dass sich dort die meisten Leute für uns interessieren. Schweden hören kaum Rockmusik und außerdem gibt es sowieso zuwenig von uns. Das Beste war natürlich, dass wir die Gelegenheit hatten, eine letzte Show bei Euch im Immerhin zu spielen, unserer zweiten Heimat.

Vielen Dank für die Blumen! Während der letzten Jahre hatte ich den Eindruck, dass Örebro ein Mekka für Rockmusik ist, wenn man sich die große Zahl an interessanten Bands ansieht, die daher stammt (wie z. B. Witchcraft oder Dead Man). Was ist so besonders an dieser Stadt und ihrer Musikszene? Oder liegt es einfach am Trinkwasser (läuft da vielleicht ein geheimes Experiment der Regierung mit halluzinogenen Zusatzstoffen)?

Elvis: Hehe. Ja, es liegt eindeutig am Wasser, nächste Frage!

Johannes: Örebro ist tatsächlich eine gute Stadt für Rockmusik, zumindest in gewisser Hinsicht. Es gibt hier haufenweise geile Bands und noch viel mehr kurzlebige Projekte, die es eigentlich nie über die Stadtgrenzen hinaus schaffen. Diese Szene läuft bei uns auch unter der Bezeichnung „Närke Psychedelia“ (Närke ist die Provinz, in der Örebro liegt). Ich habe dazu so meine eigenen Theorien. Erstmal ist Schweden ein ziemlich großzügiges Land, was das Musizieren angeht. „Ihr wollt eine Band aufziehen? Kein Problem, hier habt Ihr einen Proberaum, da sind die Instrumente und wenn Ihr mal neue Saiten braucht, dann sagt uns einfach Bescheid!“ Desweiteren ist Örebro, obwohl es dort so viele Bands gibt, keine große Stadt in der man viel erleben könnte. Also kommt nicht her und erwartet von der Stadt umgeblasen zu werden! Außer Sport und Musik gibt es für die Kids hier nicht viel zu tun – und wer zur Hölle hat schon Bock auf Sport. Drittens, und vielleicht ist das der Hauptgrund, gibt es in Örebro so gut wie keine Auftrittsmöglichkeiten. Wenn man also auf die Bühne will, muss man wirklich gut sein.

Haben die Bands und Musiker denn dann untereinander ein gutes Verhältnis oder herrscht eher Rivalität?

Robin: Nein, das Verhältnis zwischen den Bands ist gut, frei nach dem Motto “support your locals”. Wir alle interessieren uns für die Musik der jeweils anderen, gehen zu den Konzerten, tauschen uns aus, jammen zusammen usw. Die meisten Bands entstehen auch genau auf diese Weise bei nächtlichen Jam-Sessions.

Dann lasst uns mal über Euer neues Album reden: Den Song “Edge” gab es schon seit einer ganzen Weile auf MySpace zu hören und wenn ich mich recht entsinne, war er seit mindestens zwei Jahren ein fester Bestandteil Eurer Live-Setlist. Wie ist der Track denn bislang so angekommen?

Johannes: Dass “Edge” schon so lange auf der Setlist steht, liegt vielleicht an unserem Line Up-Wechsel. Ein Bandmitglied auszutauschen ist nie einfach, insbesondere für uns, wo die Musik um die drei Einzelpersonen herum entsteht. Da kann man nicht beliebig ein Mitglied durch ein anderes ersetzen. Asteroid vor und nach Elvis’ Einstieg sind eigentlich zwei unterschiedliche Bands, weil die Gesamtheit der Musiker schlicht eine andere ist. Dementsprechend fühlten sich dann auch manche der älteren Songs nicht mehr richtig an. Einige passen einfach in das neue Bandgefüge, andere eben nicht. Deshalb standen wir nach dem Wechsel auch unter Druck, möglichst schnell neue Songs zu schreiben. „Edge“ war der erste Song, den wir in dieser Phase geschrieben haben und die Reaktionen waren bislang sehr positiv. Ich glaube, vielen Leuten gefällt es, dass sich der Song nicht in gängigen Schemata bewegt, sondern den Zuhörer auf eine Reise mitnimmt.

Robin: Es ist wichtig, einen Song in der Livesituation reifen zu lassen, bevor man ihn für ein Album aufnimmt. Allein schon um zu sehen, wie der Song ankommt. Songs neigen dazu, sich zu verändern, wenn sie live gespielt werden und nach und nach fügen sich die einzelnen Teile dann wie von selbst ineinander.

Ihr wart eigentlich schon immer eine klassische Jam-Band und auch “Edge” scheint ein weiterer Schritt weg vom Stoner-Sound Eurer Anfangstage hin zum Classic Rock zu sein. Ist das die generelle Richtung, die Ihr auf „Asteroid II“ eingeschlagen habt?

Johannes: Wenn man versucht, Asteroid in eine bestimmte Schublade zu stecken, ist man eh schon auf dem Holzweg. Ob es jetzt Stoner oder Heavy Metal, Classic Rock oder Swedish Folk Music sein soll – wir haben uns selbst nie die Frage gestellt: „Klingt dieses Riff wirklich nach uns? Was werden die Fans denken?“ Ich glaube die Leute sind es gewohnt und erwarten es auch, mit Neuem überrascht zu werden. Ich würde auch gar nicht sagen, dass wir jemals Stoner Rock gemacht haben. Vielmehr haben wir Elemente von verschiedenen Musikstilen verarbeitet, wie z. B Stoner. Oder Blues um genau zu sein, schließlich hat damit alles angefangen. Meiner Meinung nach haben auch Kyuss damals genau dasselbe getan, sie haben verschiedene musikalische Elemente in einen neuen Kontext gesetzt und keinen Stoner Rock in dem engen Sinn gespielt, wie das viele ihrer Epigonen heute tun. Die Frage, ob wir uns von einem Sound zu einem andern entwickelt haben, würde ich also verneinen. Der Sound auf dem neuen Album ist zwar deutlich cleaner, aber das ist lediglich eine Frage der technischen Herangehensweise und des Geschmacks. Außerdem ist das Album näher an unseren musikalischen Wurzeln und von daher eher ein Schritt zurück zu unserem Ursprungssound als einer davon weg.

Im Infosheet Eurer Plattenfirma stand, dass Ihr Euch für die Aufnahmen in ein Studio mitten im schwedischen Wald zurückgezogen habt, um eine bestimmte Atmosphäre einzufangen. Wie ist das gemeint? Was ist an der Atmosphäre so speziell?

Johannes: Ja, wir haben diesmal im “The Organ Donor Transplant Plant/The Planet of the Black Keys”-Studio gearbeitet. Das liegt wirklich mitten im Nichts, umgeben nur von Wäldern und meterdickem Schnee. Dort herrscht völlige Stille und die meiste Zeit auch völlige Dunkelheit. Es gibt dort keine Störungen, weder ein Mobilfunknetz, noch Fernsehen. Es gibt nichts außer uns, der Musik und dem Studio. Man hat so viel Zeit wie man braucht, es gibt nicht mal eine Uhr und keine Deadline. Außerdem führt uns die Umgebung näher an unsere Wurzeln, an unsere schwedische Seele heran. Wir sind ruhige Leute, wir haben es nicht eilig, wir mögen die Natur und auf dem Land umgibt sie einen permanent. Das schafft eine bestimmte Stimmung und ich bin mir sicher, dass es einen als Person beeinflusst, wenn einem bewusst wird, dass man von Wäldern umgeben ist, die schon eine Ewigkeit lang bestehen.

Ich habe insgesamt den Eindruck, dass das neue Album folkiger klingt als Euer Debut. Meinst Ihr das, wenn es um diese speziellen Atmosphäre geht?

Johannes: Ja, ich denke schon, dass wir eine folkigere Atmosphäre eingefangen haben. Das hat aber evtl. auch etwas mit der luftigeren Produktion des Albums zu tun. Folk ist in Bezug auf die Instrumentierung reduzierter und lässt grundsätzlich viel Raum zum Atmen. So haben wir z. B. keine zusätzlichen Gitarrenspuren aufgenommen, um den Sound heavier zu gestalten. Die Riffs sollen für sich stehen und so wirken, wie wir sie auch live spielen. Manche der Riffs sind direkt am Folk und Prog Rock orientiert und es würde sich nicht richtig anfühlen, sie dann unter einer dick aufgetragenen Produktion zu verstecken.

Um Eure musikalische Herangehensweise zu umschreiben habt Ihr mal gesagt: “We play the music we love, inspired by the lives we live”. Glücklich, wer schon einmal eine Nacht mit Euch versumpfen (und überleben) konnte – dann hat man natürlich eine Idee davon, was dieser Satz bedeuten könnte. Aber versucht doch mal, die Phrase denjenigen unserer Leser zu erklären, die noch nicht das Vergnügen hatten.

Johannes: In erster Linie geht es natürlich um das alte Klischee, dass wir selbst die Musik spielen möchten, die wir lieben und diese für nichts auf der Welt eintauschen wollten. Wir hören natürlich alle verschiedenste Musik, aber wenn wir zusammenkommen um Musik zu machen, dann machen wir genau die Musik, die wir am liebsten mögen. Selbst wenn das jetzt ein bisschen eingebildet klingt: Ich finde uns auch verdammt geil! Und natürlich leben wir hin und wieder ein etwas wilderes Leben als die meisten Leute, Du kennst das ja. Aber natürlich geht es nicht nur um den „Rock and/or Roll-Lifestyle“. Alles Mögliche liefert uns musikalische Inspiration, gleichviel ob es jetzt um zwischenmenschliche Beziehungen, die Natur, für Robin um seine Tochter, Erfahrungen von Freude und Tod, Konflikte, Gesellschaft oder Politik geht.

Ich finde es eigentlich nicht überheblich, wenn Du auf Deine eigene Musik stehst. Für Ruhm und Geld macht Ihr den Zirkus ja offensichtlich nicht und dann ist es doch offensichtlich, dass Ihr mit Liebe und Leidenschaft bei der Sache seid. Wenn man sich Euren persönlichen Stil so anschaut (Musik, Kleidung, Bärte, Einstellung), fragt man sich, ob Ihr vielleicht gerne in den 60er oder 70er Jahren gelebt hättet? Was ist Eurer Meinung nach so besonders an dieser Zeit?

Johannes: Ich glaube jedenfalls nicht, dass es bessere Zeiten waren. Und ich würde auch nicht unbedingt in dieser Zeit leben wollen. Ich bin politisch sehr interessiert, und in dem angespannten politischen Klima und der negativen Atmosphäre der 60er und 70er Jahre könnte ich nicht zufrieden sein. Aber natürlich hat diese schwierige Zeit auch den Weg für viele positive Entwicklungen geebnet, etwa was die Unabhängigkeit und Freiheit in Bezug auf Musik, Lebensweise und Kleidung angeht. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir uns momentan wieder durch repressive Politik und die Verbreitung negativer Einstellungen mit jedem Tag weiter der vermeintlich überwundenen Welt von damals annähern.

Robin und Elvis: Wir finden einfach, dass wir verdammt gut aussehen!

Zur Abwechslung mal ein paar kurze, einfache Aufgaben: Nennt Eure Lieblingsbands!

Johannes: Einfache Aufgaben?! Um Himmels Willen! Da gibt es so viele, aber schauen wir mal. Ich denke, wir alle können uns auf eine Handvoll Gruppen einigen, mit Captain Beyond als Leitstern. Dazu natürlich die üblichen Verdächtigen wie Sabbath, Zeppelin usw. Aber es gibt auch Unmengen cooler Bands aus dieser Zeit, die nur sehr wenige Alben veröffentlich haben und wahrscheinlich gehen da die Meinungen etwas weiter auseinander. Ich mag z. B. Fuzzy Duck, Jericho, Incredible Hog oder Banshee. Außerdem einige schwedische Bands dieser Zeit wie November, Råg i Ryggen, Bo Hansson und Hansson & Carlsson. Desweiteren noch Flower Travellin’ Band, neuere Bands wie The Mars Volta, Mastodon, oder Graveyard, die Band meines Bruders.

Robin: Ich bin mit Johanns so weit einer Meinung, muss aber meine Lieblinge Pink Floyd und natürlich The Beatles, Jethro Tull, King Crimson und The Doors hinzufügen. Und auf The Black Keys fahre ich im Moment auch ziemlich ab!

Und was sind Eure Haupteinflüsse?

Asteroid: Im Großen und Ganzen die oben genannten. Ich denke, da können wir uns auf Captain Beyond, Sabbath, Zeppelin und Kyuss einigen.

Nennt den hässlichsten Musiker aller Zeiten!

Asteroid: Bobby Liebling von Pentagram. Und Johannes denkt an den heutigen Axl Rose.

Und die schönste Frau?


Asteroid: Jynx Dawson von Coven.

Erstaunlich! Nun tanzt auf einem Bein, legt einen Finger an die Nase und ruft: „Ich bin ein versoffener Verrückter!“ – Halt, das war nur ein Scherz … Zurück zum Interview: Ihr seid ja immer viel auf Achse. Was war denn das Verrückteste, Lustigste oder Absurdeste, was Euch (abgesehen von diesem Interview) bislang passiert ist?

Johannes: Nun ja, Elvis’ nächtliches Kunststück mit dem Auto in Würzburg vor zwei Jahren rangiert ziemlich weit oben auf der Liste (der Gute hatte sich von einer attraktiven serbischen Schnapsdrossel zunächst die Schlüssel stibitzen und sich dann zu einer Spritztour durch die benachbarten Blumenrabatten überreden lassen – Honsel). Aber unsere UK-Tour mit der Bahn war auch ziemlich interessant. Wir flogen zunächst nach England (es ist nämlich so gut wie unmöglich, mit dem Van von Schweden dorthin zu fahren, da es sich um eine Insel handelt), hatten jeder lediglich ein Case für Gitarre, Bass und die Becken, dazu die Kleider die wir am Leib trugen (inklusive der T-Shirts für’s Merchandise) und eine Interrail-Karte bei uns. Wir blieben insgesamt zehn Tage und spielten in ganz England mit lokalen Bands über deren Backline. Wir hatten eigentlich nie eine Ahnung, wann unser nächster Zug fährt, aber irgendwie haben wir trotzdem immer den richtigen erwischt. Ein Hoch auf die britische Eisenbahn! Das Absurdeste war einmal mehr die schon erwähnte letzte Show im Immerhin, als wir vor über hundert Leuten spielten, obwohl in dem Konzertsaal nur gut fünfzig Personen Platz haben. Das war völlig verrückt, großartig und höllisch feucht. Wir haben so geschwitzt, dass mein Bassgurt noch für den Rest der Tour völlig durchnässt war und anfing zu schimmeln.

Haha, so soll das sein! Wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, kommt Ihr 2010 wieder auf Tour. Stehen da schon ein paar Daten fest?

Asteroid: Erstmal kommen wir am 9. April wieder nach Würzburg zum Blue Soul Festival (mit. u. a. Horisont, Mangrove, Umor, Cojones, Gnod). Darauf freuen wir uns natürlich wieder sehr, das kann nur richtig cool werden. Dann kommt unsere Frühjahrs-Tour von Ende Mai bis Anfang Juni, bei der wir hauptsächlich das europäische Festland bereisen und erstmals seit 2007 auch wieder einen Abstecher nach England wagen.

Worauf freut Ihr Euch denn am meisten wenn Ihr wieder on the road seid?

Johannes: Eigentlich auf alles, wir sind gerne unterwegs und eine Tour ist wie Urlaub für uns. Deshalb machen wir das Ganze ja auch im Sommer. Wir haben mit Graveyard mal eine November-Tour gespielt. Das war zwar auch eine feine Sache, aber einfach nicht so schön wie bei sommerlichen Temperaturen. Wir freuen uns auf das Reisen an sich und die Auftritte, darauf neue Leute kennen zu lernen, Natur und Kultur zu entdecken.

Robin: Yeah! Für neue Leute spielen, seltsame Dinge essen und billiges Bier trinken.

Gibt es noch irgendwelche geheimen Weisheiten, die Ihr gern mit unseren Lesern teilen würdet?

Asteroid: Wir arbeiten im Moment noch an so einigen Sachen. Es geht um neue und alte Sounds, plastische Kunst und bewegte Bilder, sowie um Nullen und Einsen. War das jetzt mysteriös genug? Und weil wir Geheimnisse lieben, möchten wir noch enthüllen, dass unser Album von einem großen, gut verborgenen Geheimnis umgeben ist. Mehr verraten wir aber nicht!

Na, dann danke ich Euch sehr, dass Ihr Euch durch meine schrägen Fragen geackert habt! Bis bald und bis dahin alles Gute!

Asteroid: Danke, Honsel. Es war uns eine Freude. Bis bald!



Hey guys! It’s been quite a while since we last met (at the Stoned From The Underground Festival in 2008, I guess?). So tell me, how have things been going/developing for ASTEROID since then?

Johannes: Hello, Dr Lachs. Yes it has been quite some time since last we met. We had a really cool time at SFTU btw…I think. You know what happens when you mix Swedes with German price and quality of alcohol. Well, at least you know what happens when you mix Swedes, alcohol and Immerhin. Anyway, since then we’ve been putting a lot of effort in our upcoming album, writing new songs, recording etc. We have thrown our souls in to this process more then earlier. In our opinion it’s more soul and less production in Asteroid now days. That’s a natural development with heaving Elvis at the drums. We also had a really creative atmosphere recording the album in the middle of nowhere deep in the thick Swedish forest, with blizzards going on outside the windows. As a result we are extremely satisfied with the product.

We have also been touring as usual, some shows in Scandinavia, but mainly in Germany and countries bordering. Must face it, there’s where we have our crowds mainly. Swedes don’t listen to rock musik, and there are just too few of us. Best of all, we had the opportunity to do one last show at Immerhin, our second home.

Well, thanks a lot! During the last years I got the impression, that Örebro is quite a city for Rock Music, regarding the big number of remarkable Bands evolving from there (e. g. Witchcraft, Dead Man). Is there something remarkable about the musical scene in your hometown? Or is there something special about the drinking water (like some huge secret governmental experiment with hallucinogenics ;-))?

Elvis: Hehe, yes it’s the water, definitely the water, next question!

Johannes: Actually, Örebro IS a great Rock City, in one way at least. There are loads of really cool bands and even more short lived projects that’ll never see outside of town. Some call the phenomenon ‘Närke Psychedelia’ (Närke is the county where Örebro is). I have some own theories why. First of all Sweden in general has really generous terms if you want to play. “You want to start a band? Cool, here’s your rehearsal room and here’s your instruments, let us know when you need new strings”. Second, even though Örebro has all these great bands, it’s NOT a great city with a lot of things to do. So don’t come here expecting it to rock your world. When you’re a kid, there’s not much to do besides playing sports or music, and who the fuck wants to play sports. And third, and probably the MAIN reason, Örebro has NO venues, or very few. If you want to play, you have to be extremely “kick ass”.

Is there a good relationship between these several bands and musicians or is it more a kind of rivalry?

Robin: There is a really cool relationship between the bands, a kind of ‘support your locals’ feeling. We all dig each others music, go to the concerts, share music, jam together, etc. New bands start off in this way, as spin offs from late night jam sessions.

Let’s talk about your new album. The song “Edge” has been on MySpace for a while now and it already had a fixed place in your setlist for the last two (?) years. How are the reactions on this piece of music so far?

Johannes: Edge being on the set list for this long is probably the result of the change in line up. Changing a member is never an easy thing, especially for us who evolve our sound around the three musicians as individuals. You can’t fill one post with another member. Asteroid pre and post Elvis are two different bands, because the essence of the musicians and different. We didn’t have the same feel for all the old songs. A few of them fit the new version of Asteroid, but not all. Therefore, we were very keen on doing new material as soon as possible after the change. Edge is one of the first written songs on the album, and was written soon after Elvis joined. The reactions of it, and other new songs, have been really cool so far. I think people enjoy the fact that it’s a journey and not a song with typical form.

Robin: It’s important to let a song mature a bit live before you put it on an album, and also to see if it has an impact or not. Songs have a habit of changing when you play them live and after a while all the pieces just fall in place. You have always been what one could call a classic Jam-Band and “Edge” seems to be another step away from the Stoner-sound of your earlier days towards Classic Rock. Is this the general direction we can expect from “Asteroid II”?

Johannes: People trying to categorize Asteroid often find themselves failing. Either its stoner or heavy metal or classic rock or Swedish folk music or something. We have never worried ourselves with thoughts like “Man, is this riff really how we sound? What would our fans think?” I think our fans are used to be surprised with new things. I wouldn’t say we have ever played stoner, rather then have used elements from different kind of music, such as stoner music, or, even truer, from blues (what it was from the beginning). In my opinion, THAT was what Kyuss did for example; they used elements and didn’t play by far as much stoner as many of the Kyuss-replicators of today. So whether we have shifted from one sound to another, I would say no. We might have a cleaner sound on the album, but that’s more of a technical approach or a matter of taste. I also think that this record is closer to our musical roots, so it would rather be a step back to how we sounded back in the day.

In your label’s infosheet it says, that you retreated to a studio in the swedish woods for the new album to capture a certain atmosphere. What does that mean? (And what is so special about the swedish forest and/or atmosphere there?)

Johannes: Yeah, we retreated to a studio called The Organ Donor Transplant Plant/The Planet of the Black Keys. It’s really in the middle of nothing, surrounded by miles and miles of trees and meters thick of snow. There are complete silence and, most of the time, total darkness. There are no interruptions, no cell phone coverage, no TV. There’s nothing except us, the music and the studio. Things can take as long as needed, no studio clock or no deadline. I also think this surrounding brings us closer to our roots and our Swedish essence. We are calm people who don’t rush, we like nature and it’s always close by wherever you are in the country. There’s a special feel to it, and I’m sure it must affect you as a person, when you know that the woods around you last for almost an eternity.

I got the impression the new record sounds a lot more "folk". Is that what you are talkin' about?

Johannes: Yes, I think we have captured more of a “folk” atmosphere. Maybe it has something to do with the “light” production of the album. Folk music is pure to the instrumentation and has a lot of air in it. We usually don’t put on extra guitars to make it heavier, for instance. We want the riffs to be “for real” and sound as when we play them live. Some of the riffs come from folk or prog orientations and it would feel strange to hide them behind a thick production.

To describe your approach to music you once stated: “We play the music we love, inspired by the lives we live”. Well, if one is so lucky to have spent a night with you bunch (and survives) one gets an idea what that could mean, but please try to explain this quote to those of our readers, who did not have the pleasure so far.

Johannes: First of all, “playing the music we love”, goes back to the old cliché stating just that. We actually play the music we love, and wouldn’t trade it for the world. We listen to different kinds of music on our own, but when we meet and play it’s our favourite music. It may sound a bit cocky but even I think we are kick ass. And yes, we live rough lives from time to time, you’ve seen it. But that’s not all there is to it; it’s not all rock and/or roll lifestyle. We are inspired by many things; relations, surrounding nature, Robin his daughter, experience of joy or near death, conflicts, society and politics.

Well, I don’t think it’s cocky at all if you think you kick ass. You don’t play your music for the money obviously, so it is also obvious that you love it yourself, isn’t it?! Regarding your whole style (music/clothes/beards/attitude): Would you have liked to live in the 70s (or even the 60s) and if so: What do you think is so special about that period of time?

Johannes: I don’t think things were better; different maybe. But in my point of view I wouldn’t want to be living in that time. I’m far too political to be satisfied with the stressful political climate and negative atmosphere in the world at that time. But of course, that harsh time paved the way for the positive elements of that time, the new independent music and the free spirit in living and clothing. But that we can have in our time as well, without the negative elements. Still, I feel we are drifting closer to that world every day now, with repressive politics and the spreading of negative thought and movements.

Robin and Elvis: We just think we look fucking good!

Now for some short, simple tasks: Name your favorite bands!

Johannes: Simple task you say?! No way! There are so many, but ok. I think we can all agree on a couple of bands, with Captain Beyond as the guiding star. Also the most obvious bands like Sabbath, Zeppelin etc. But there are loads of cool band from that era, usually bands with few albums recorded, and maybe we differ there. I like Fuzzy Duck, Jericho, Incredible Hog, Banshee to name a few, and some Swedish bands from that time, like November, Råg i Ryggen, Bo Hansson and Hansson & Carlsson. Then there’s Flower Travellin’ Band, newer bands like The Mars Volta, Mastodon, and my brother’s Graveyard. I halt there.

Robin: I do agree with J, but I have to add my favourites Pink Floyd and of course The Beatles, Jethro Tull, King Crimson and The Doors. Right now I’m really into The Black Keys!

And what are your main influences?

Asteroid: Would be somewhat like the above. I think we can agree on Captain Beyond, Sabbath, Zeppelin, Kyuss.

Name the ugliest musician of all time!

Asteroid: Bobby Liebling from Pentagram. Johannes also think Axl Rose of today.

And the most beautiful woman?

Asteroid: Jynx Dawson of Coven.

Quite surprising! Now dance on one leg and put your finger to your nose, saying: “I’m a boozin’ weirdo!” - Just kidding (...you didn’t do it already, did you?). Back to the interview: You are a well travelled band. What was the craziest/funniest/most absurd thing that happened to you (on tour) so far (not regarding this interview)?

Johannes: Must say that Elvis’s late-night car incident in Würzburg two years ago rank pretty high. But first I must say that our UK tour by train was quite interesting. We flew in (since it’s almost impossible to go from Sweden with van…its an island) with just one guitar/bass/cymbal case and the clothes we had on us (including merch-Tshirts) and one Interrail card each. We stayed for ten days and played all over the UK with local bands and their backlines. We had no idea when any trains were leaving, but for some reason we were always on time. Kudos to the British railway system. The most absurd, once again in Würzburg, must have been our last show at Immerhin when we played for over hundred people at the venue that SHOULD take like fifty people max. It was insane, awesome and wet as hell. Everything was soaked thru and my strap was wet for the rest of the tour and got mouldy.

Haha, that’s how it’s supposed to be! As far as I know, you are coming on tour again in 2010. Do you already have some dates fixed?

Asteroid: First of all, we are coming to Würzburg and the Blue Soul Festival, Friday the 9th of April. That’s gonna be really cool, looking forward to it as hell. Then we do the main spring tour late May thru early June, touring the mainland as well as going back to the UK for the first time since 2007.

What are you looking forward to most (regarding the tour)?

Johannes: The whole thing, it’s like vacation for us and we really enjoy it. That’s why we do it in the summer. The November tour we did with Graveyard was really cool, but not nearly as nice as those we had in this period. We are looking forward to the travelling, playing, meeting new people, seeing things as nature, buildings (chapels perhaps) etc.

Robin: Yeah! Playing to new people, eating weird food and drinking cheap beer.

Is there some further secret knowledge you would like to share with our readers?

Asteroid: We have stuff going on, as well as with old sound, new sound, plastics as with moving pictures, as with 0’s and 1’s. That was strange enough for you? We love mysteries and can also reveal that there’s a great, but very rare secret regarding the album. Enough said!

Thank you so much for working through this heap of dung! Hope to see you soon, guys, godspeed you all!

Asteroid: Thank you Honsel. It’s been a true pleasure answering your questions. See you soon we guess.