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Gunslinger "Earthquake in E Minor" |
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Geschrieben von: Chris
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(2009, Buzzville)
Hierbei handelt es sich um eine lange verschollen geglaubte britische Band um den u.a auch durch Hawkwind bekannten Basser Alan Davey und Rhythmusgitarristen Nigel Potter, welcher sich auch mal in den Reihen der Motorhead-Haudegen fand. Gegründet wurde die Band Gunslinger, von der es mittlerweile eine Hundertschar an Namensvettern zu geben scheint, bereits im Jahr 1979. Die Aufnahmen des Albums „Earthquake in E-Minor“ stammen ebenfalls aus den frühen Achtzigern, was den „sehr eigenen“ Drumsound erklären dürfte. Da meint man manchmal ein mit Retro-Soundeffekten versehenes Micky Mouse-Plastik Drumset zu hören. Alle Songs waren einst Teil eines Demos, welches es jedoch aufgrund nebulöser Umstände nie zu einem ordentlichem Album geschafft hat, bis heute, Dank den emsigen Leuten bei Buzzville Records. Überhaupt werden die Band und ihre relativ wenigen Live- und Proberaumzusammenkünfte als ziemlich wüst beschrieben... der wohl dazu übliche Rock´n´Roll... unter anderem meinte man einst die Band verursache durch ihre in sehr hoher Lautstärke dargebotenen Songs eine Gefahr für den örtlichen Straßenverkehr, was zu einem Polizeieinsatz im damaligen Practiceroom führte. Das mag man dem rumpeligen Achtziger Jahre Garage Charme der nun erschienenen CD der drei „Revolverhelden“ (Dritter im Bunde war übrigens Drummer George Agent) sofort abnehmen. Muckemäßig findet man hier ein, dank oft eingesetzten 80s-Space-Keyboards und femininen Co-Vocals, etwas softeres Motorhead-soundalike (man meint nicht selten Lemmy grölen zu hören) mit „lustigen“ und dennoch etwas abgeguckt erscheinenden Songtiteln wie „Blitzkrieg Baby“, „Shellshocked“ oder „If The Bombs Don´t Get Ya, The Bullets Will“. Muß man dazu noch was sagen? Is halt Futter für notorische Kopfnicker. Die Band hat sich außerdem mit recht ansehnlicher Schlagzeugerin und scheinbarer Verwandschaft Davey´s am Bass neuformiert und ist wieder unterwegs auf den Bühnen dieser Welt. ...mehr Infos: www.gunslinger.org.uk www.myspace.com/alandaveygunslinger |
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Geschrieben von: Chris
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(2008, Buzzville)
Die französische Band Glowsun, bestehend aus dem Sänger/Gitarrist als auch Grafiker Johan Jaccob, Basser Ronan Chiron und Schlagwerker Fabrice Cornille besteht schon seit 1997 und hatte vor diesem recht spät erschienenen Debütalbum erstmalig mit der E.P. „Lost Love“ im Jahre 2005 auf sich aufmerksam machen können. Ich selbst hatte ca. ein Jahr später zum ersten Mal von ihnen gehört und war der Band damals, soweit ich mich erinnern kann, auch recht angetan. Sie spielen nach wie vor im Wesentlichen zeitgemäßen Stonerrock mit ab und an kurz eingestreuten psychedelischen Effekten, die mir zumindest das aktuelle Album „The Sundering“ betrachtend, dennoch oft recht naiv vorkommen und mehr an die Pionierschritte des Psychedelic Rock der Sechzigern erinnern. Songaufbau und Gesamtsound jedoch wirken wie gesagt sehr modern, Gesang findet man nur sehr sporadisch, oft kaum mehr als vier Zeilen pro Song. Nach dem Hören des Gesamtwerks muss ich jedoch sagen, dass mir dies hier nachhaltig eher wenig geben wird. Nicht, dass die Songs nicht rocken würden. Beileibe das tun sie schon! Ist halt eher so zum Nebenbeihören, es fehlt halt doch sehr an Tiefgang. Die Songs an sich beschäftigen sich dennoch mit eigentlich recht aufwühlenden Thematiken. Doch gerade „The End“ mit der einzigen Textzeile „Every day I´m thinking about death“ könnte für mich weitaus emotionaler ausgefallen sein. Mich reißt die Musik dazu eigentlich gar nicht aus dem Hocker. Dazu kommen (zumindest für „echte Stoner“ ;-)...) viel zu häufige Taktwechsel, sowie eine recht steril wirkende Aufnahme und Mix. Nicht wirklich mein Fall. Aber ich denke Glowsun werden dennoch ihre Anhänger finden und wer Interesse hat kann ja mal reinhören, vor allem in die zweite Hälfte, welche die besseren Songs wie „The Heads“ oder „Barbarella“ beinhaltet. ...mehr Infos: www.myspace.com/glowsunmusic |
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Geschrieben von: Chris
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(2008, Home Sweet Home - E.P.)
In den vergangenen Monaten hat sich bekanntlich eine ganze Menge getan im Hause der Iguanas: Sänger Tom verlies relativ kurz nach Fertigstellung des Debüts „Wheeler Dealer“ die Band und man fand die Jungs aus Chemnitz eine Weile als Trio durch die Gegend tingeln, bis sie 2007 in Alex endlich DEN neuen Sänger fanden. Und - mein lieber Herr Gesangsverein - der Junge hat mal eine Stimme! Hier erinnert man sich auf die ersten Sekunden natürlich sofort an Chris Cornell und ich denke, ohne viel flunkern zu müssen, hat der junge Herr hier ran auch sehr intensiv sein Organ geschult, aber da heutzutage eh fast alles schnell kategorisier- und vergleichbar geworden ist, sollte man sich daran weniger stören. Fakt ist und bleibt, das den Jungs allein damit ein Riesenschritt nach vorn ermöglicht wurde. Die neue Stimme reiht sich nahtlos in die instrumentale Iguana-Stammriege ein und man möchte meinen Iguana hätten nie einen anderen Sänger gehabt. Selbst das Songwriting hat sich um einiges geändert bzw. weiterentwickelt, man bleibt weniger beharrlich am Wüstensound der Vorgängerscheibe kleben und traut sich erfreulich oft in für die Band „neue“ Gefilde. Hinzukommt eine sehr viel klarere Produktion, die als Quasi-I-Tüpfelchen Iguanas Neuzeit-„Blues“ in die erste Riege deutschstämmiger Heavy Rocker befördern sollte. Zumindest fällt mir auf Anhieb eher sehr wenig ein, was man hiermit auf eine Stufe stellen dürfte. Im Gesamtkontext erinnern mich die „neuen Iguana“ SEHR an späte Soundgarden, was ja aber wohl alles andere als eine schlechte Referenz ist! Einzig die Spielzeit ist mit nicht mal 22 Minuten wieder etwas sehr kurz ausgefallen. Bleibt uns auf ein ebenso gutes Nachfolgealbum zu hoffen. Ganz großer Hörtip!!! Die Scheibe könnt ihr übrigens für sehr moderate 7 Euro bei der Band direkt bestellen. ...mehr Infos: www.iguana-music.de www.myspace.com/iguanagermany |
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Psychedelic Network Concert: Zone Six feat. Ax Genrich |
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Geschrieben von: Honsel
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22.01.2009, Cairo/Würzburg
Ein Ausflug in die Zone Six ist meistens eine nette Angelegenheit und der heutige Abend wartet zudem mit Ex-Guru Guru-Gitarrenlegende Ax Genrich als Special Guest auf. Also die Stiefelchen geputzt und gerade noch zur einleitenden Vorstellung der einzelnen Musiker im Cairo eingetroffen: Neben Genrich an der Gitarre und Dave Schmidt (aka Sula Bassana) samt der Zone Six-Standardbesetzung Julius (Git.) und Martin (Synths) ist überraschend auch Liquid Visions-Taktgeber Chris aus Berlin gekommen, um der lustigen Runde unter die Arme zu greifen. Und wie man es von Veranstaltungen des Psychedelic Network mittlerweile fast schon gewöhnt ist, wird die Konzertdarbietung von „Kosmik Klaus & his Solar Sea Slideshow“ untermalt, bei der tatsächlich noch alles „echt“ ist: Folien, psychedelische Farbverläufe und Super 8-Einspielungen werden über Overhead-Projektoren ausschließlich von Hand zusammengemischt, ab- und übergeblendet. Bei manchem Besucher erregt die wunderbar anachronistische Technik daher fast genau so viel Interesse wie das Geschehen auf der Bühne. Kein Wunder, dass diese stets sehr geschmackvolle Show auch Leute wie Nik Turner und Damo Suzuki auf Tour begleitet! |
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Geschrieben von: Honsel
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(2008, Buzzville)
„New wave of what?“ fragen Solenoid in ihrer Bandinfo und geben selbst die Antwort: „…of Belgian heavy rock’n’roll“! Bock auf Heavy Metal haben die fünf Kerle auf jeden Dime und beim Abrocken einen durchziehen tun sie wohl auch ganz gerne. Zumindest klingt es stark danach. Den Mix der vorliegenden Debut-Rille durfte konsequenterweise Chris Tsangarides (mehr oder weniger bekannt für seine Zusammenarbeit mit u. a. Judas Priest, Thin Lizzy, Exodus oder Black Sabbath) übernehmen, der auch hier einen geilen Job abgeliefert hat. Glasklar und kompakt schlägt die Glocke zwölf Mal zur Messe, dass der Putz von der Decke rieselt. Der Fünfer glänzt sowohl mit feinen Rock-Licks wie mit Alchemist-ischen Outer-Space-Riffs und pendelt ebenso problemlos zwischen punkiger Simplizität und der NWOBHM, bevor er sich wieder auf dem nächsten Lavaplaneten in den Stellungen hinter seinen Haubitzen eingräbt. Meine persönlichen Anspieltipps: „Short But Swell“ als atmosphärisch dichter Bodendecker oder der metallisch gepimpte Clutch-Lookalike „One Armed Man“. Das sieht aber morgen wahrscheinlich schon wieder anders aus, denn alle Nummern haben durchgehend ihren eigenen Reiz. Coole Platte! ...mehr Infos: www.myspace.com/solenoidrocks |
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