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Geschrieben von: Chris
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(Kill Rock Stars, Selfreleased, Tee Pee - 2006-2009)
OH WOW! Da wäre ja mal was an mir vorbeigerauscht, wenn ich nicht bei großer Langeweile - was bei mir in ungefähr so selten ist, wie ich eben mal wirklich tolle Musik entdecke - über irgendwelche Seiten im Netz auf solche Sachen stoßen würde.
Im letzten Jahr durfte ich es einer diese glücklichen Fügungen, Zufälle, man nenne es wie man will, verdanken, dass das Label Tee Pee mal eine echte Perle in seine Reihen aufgenommen hat. Hier "zaubert" jemand eben diese wenigen Platten, die man WIRKLICH BRAUCHT bzw. mindestens gehört haben SOLLTE. Die Rede ist von Imaad Wasif, einem spindeldürren Kanadier indischer Abstammung, welcher seit frühester Kindheit jedoch im sonnigsten Kalifornien weilt und dort eine Musik schafft, die mir mit einem Schlag endlich das gibt, was mir in den letzten Monaten bei so ziemlich allem in meinem sonstigen Leben als Musikgeniesser gefehlt hat - abgesehen von ein paar tollen Platten aus der „guten alten Zeit“ vielleicht. Lebendige Emotionen, musikalisches Können, das Feeling für immer wiederkehrend wirklich tolle Songs, einen Hauch düster mystischer Psychedelik, den Groove der Heavy 70s, Ansätze aus Raga und fernöstlichen Elementen - das alles findet man vereint im Schaffen dieses Mannes, dessen bisheriges musikalisches Vermächtnis ich schlicht und ergreifend als WUNDERBAR bezeichnen würde.
Ich überlasse euch, dessen drei Alben "Imaad Wasif", "Strange Hexes" (with Two Part Beast) und "The Voidist" zu ENTDECKEN. Jedes davon hat seine ganz eigene Persönlichkeit, steckt voller Echtheit und zum überwiegenden Teil wirklich großartigen Songs. Ja an dem Punkt möchte ich schon sagen: Danke, dass es so etwas in dieser Zeit noch gibt! ...mehr Infos: www.imaadwasif.com www.myspace.com/imaadw |
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Sky Picnic "Farther In This Fairy Tale" |
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Geschrieben von: Steffen
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(2010, Eigenvertrieb)
Zeitreisen sind möglich. Den Beweis erbrachten drei Chrononauten der Geheimorganisation „Sky Picnic“ mit Hauptquartier in Brooklyn. Allem Anschein nach haben sie sich tief aus den Sechzigern in die Gegenwart begeben. Wahrscheinlich hofften sie, sich unerkannt von unseren Haushaltsrobotern umsorgen zu lassen. Pustekuchen! Wären nicht die ersten Hippie-Replikanten, die Stefflock Holmes und Dr. Magic aufgespürt haben.
Erster Verdachtsmoment: Ein Debütalbum namens „Farther In This Fairy Tale“. Zweiter Anhaltspunkt: Dessen Retro-Design. Drittens, Beweis: Ihre Musik lehnt sich dicke an die melodischen, guten alten Pink Floyd-Stücke zu Syd Barrett-Zeiten an. |
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Dexter Jones’ Circus Orchestra "If Light Can’t Save Us I Know Darkness Will" |
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Geschrieben von: Honsel
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(2009, Fuzzorama)
„Swedens best kept rock secret“ – es ist doch immer ganz charmant, wenn sich eine Band ihrer Fähigkeiten bewusst ist und dementsprechend selbstbewusst auftritt. Ob sich Dexter Jones’ Circus Orchestra allerdings wirklich noch so im Verborgenen bewegen, wie sie es sich selbst unterstellen, darf bezweifelt werden, denn nach verschiedenen Konzertreisen müsste es sich langsam herumgesprochen haben, dass die vier Jungs aus Stockholm begnadete Songwriter und eine tolle Liveband sind. Das mit Bleistift gezeichnete Cover und der sperrige Titel lassen mich zwar erstmal erschrocken an verkopften Postrock denken – die werden Schnurrbärte und Wollponchos doch nicht gegen Scheitel, Pullunder und Hornbrillen eingetauscht haben? Spätestens mit „I’m A Dog But You’re A Hound“ fallen die Steine aber säckeweise vom Herzen, denn alles ist genauso wie es sein soll: Sowohl die augenzwinkernden Texte wie auch das extrem melodische, catchy Songmaterial hat man so erwarten dürfen. Classic Rock mit Hitappeal, dazu starker Siebzigereinfluss, gemäßigter Retro-Sound und ein veritabler Drive. Anders als viele Genrekollegen klingen DJCO oft poppig und erstaunlich zeitgemäß, ohne jedoch ihre Roots auch nur im Geringsten zu verstecken oder ihre Eier gleich am Eingang abzugeben. Ein Album, das 70s-Freak und Otto Normalhörer gleichermaßen gefallen sollte. Perfekt, um den geschmacksneutralen Freundeskreis über gute Musik aufzuklären! Anspieltipps braucht es kaum, da alle Songs auf gleich hohem Niveau spielen. Wenn es aber unbedingt sein muss, rate ich zum treibenden „Little Man“, dem locker flockigen „The Monster By Your Side“, ferner „Mentally Insane“ zum Beweis dafür, dass der Wanderzirkus auch Düsternis verbreiten kann. ...mehr Infos: www.myspace.com/dexterjonescircusorchestra |
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Steve Hillage "Fish Rising" |
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Geschrieben von: Thomas
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(1975/Re-2007, Virgin/EMI)
Nachdem ich schon ein paar Worte zu Khans „Space Shanty“ verloren hab, ists ganz passend ein weiteres Album für die Ewigkeit aus Steve Hillages Feder anzupreisen. Nämlich dessen Solo-Debut „Fish Rising“.
Wieder mit an Bord: Dave Stewart, der mit Hillage schon in Bands wie Arzachel/Uriel und Khan gespielt hat (kein Wunder, denn die beiden waren ja schon Schulkumpels). Außerdem ist nun auch das erste Mal Hillages Frau Miquette Giraudy mit von der Partie. Hier noch nicht an den Keyboards, dafür übernimmt sie die Percussion und ein paar kleine Gesangseinsprengsel. Die Saxophonistin Lindsay Cooper (Henry Cow) hat einige Fagott-Parts auf dem Album eingespielt. Und dann hat sich der „Hillfish“ – wie er sich selbst auf dem Backcover nennt – gleich noch Unterstützung vom Planeten Gong geholt: Bis auf Space-Wizard Daevid Allen und Space-Whisperer Gilli Smyth ist hier das komplette Line-Up vom Gong-Album „You“ vertreten: Didier Malherbe Saxophon und Flöte, Mike Howlett am Bass, Pierre Moerlen am Schlagzeug und Tim Blake (später Hawkwind) an den Keyboards. Auch wenn auf diesem Album viele Song-Überbleibsel aus Khan-Zeiten verarbeitet wurden, klingt das Album zwar schon vergleichbar (mit dem Khan Sound), aber ein wenig weniger erdig (nicht im negativen Sinne). Außerdem hat sich Hillages Gitarrensound im Vergleich zu dem auf Khans „Space Shanty“ sehr verändert. Er nutzt noch mehr Hall und Delay und klingt (nach seiner Zeit bei Gong natürlich) insgesamt noch viel spaciger. |
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The Dolly Rocker Movement "Our Days Mind The Tyme" |
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Geschrieben von: Chris
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(2010, Bad Afro)
Und wieder punkted der Berliner Mitbürger Kyrik Drewinski, als momentan wohl echt fleissiger Artworker. Die Aussi-Band Dolly Rocker Movement war mir hingegen, trotz zweier Vorgängeralben, bislang gänzlich unbekannt. Sie wirkt jedoch schon mit den ersten Takten gar nicht unsympathisch. Aber kann der geneigte Fan bei einem Kyrik Cover schlechte Musik erwarten? Nein eigentlich nicht! Kann der geneigte Hörer bei einem Kyrik Cover etwas anderes als 60s Mucke erwarten, wohl auch nicht. |
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